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Saturday, July 28, 2012


»Ein kleiner dritter Weltkrieg«


In Syrien findet ein Kampf der Großmächte statt. Opfer sind vor allem das Land und seine Bevölkerung. Ein Gespräch mit Mouna Ghanem

Interview: Karin Leukefeld, Damaskus


http://www.jungewelt.de/2012/07-28/052.php


daraus:

Mouna Ghanem:


Das, was wir hier im letzten Monat erlebt haben, und nun dieser Anschlag, alles das hat dazu geführt, daß wir als Bewegung »Den Syrischen Staat aufbauen« unsere Politik geändert haben. Für uns gibt es nicht länger »Regime« auf der einen und »Opposition« auf der anderen Seite. Wir alle müssen zusammenarbeiten, um das Land, um Syrien zu schützen. Darum haben wir zu einer Konferenz unter dem Motto »Die syrische Heimat schützen« eingeladen. Es gibt vieles, was Syrien als Einheit und als unsere politische, historische, kulturelle Heimat bedroht. Ein möglicher Bürgerkrieg, ein Sieg des Regimes, eine internationale Invasion – alles das bedroht jeden Syrer, egal woher er stammt und was er denkt. Darum hat unsere Bewegung beschlossen, die Position der ausschließlichen Opposition aufzugeben und eine nationale Position einzunehmen.

und:

Ziel der Reisen war und ist, der internationalen Gemeinschaft, also Regierungen und Regierungsvertretern, klarzumachen, daß der Konflikt in Syrien gelöst werden muß, nicht im Ausland. Wir wollten klarmachen, daß die nationale Opposition die Veränderungen herbeiführen muß – mit Unterstützung der Opposition im Ausland. Wir wollten klarmachen, daß es uns, daß es die nationale Opposition gibt. Sie braucht Unterstützung und sie braucht Anerkennung. Solange sich alles außerhalb Syriens abspielt, kompliziert das die Lage in Syrien. Wir haben klare Vorschläge gemacht, wie regional und lokal die Waffen zum Schweigen gebracht werden können. Der Konflikt muß von unten nach oben gelöst werden, nicht umgekehrt. Unsere Vorschläge sind das Ergebnis von Diskussionen mit Leuten, die selbst am Geschehen mitwirken. Wir sehen unsere Aufgabe als Vermittler, die der internationalen Gemeinschaft die Realität hier in Syrien verdeutlichen wollen. Viele der Oppositionellen im Ausland und viele Entscheidungsträger im Ausland haben eine schlichte Vorstellung von dem, was hier geschieht. Sie verstehen nicht, wie kompliziert die Lage in Syrien ist.















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